UnsereGeschichte

Geschichtedes Schönberghofs

Im Blauen Buch von Pater Ambrosius Epp, der 1799 Vizestatthalter in Ebringen war, findet sich die ausführlichste Beschreibung der Schneeburg und des Schönberghofes.
Danach gehörten beide ursprünglich zusammen, denn darin steht:“Schon in den ältesten Zeiten, da die Baronen das Dorf Ebringen von dem Stifte St. Gallen noch nicht im Lehen hatten, besaßen diese Herren unter ihrer Burg, dem alten Schlosse Schneberg, einen besonderen Buhof (Bauernhof), welcher denselben einthümlich zugehörte“. Ein Erbauungsdatum kennen wir nicht, die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1312.

Die Herren von Hornberg bewohnten die Veste über vier Generationen hinweg bis 1458 und übten von dort her ihre Herrschaftsrechte über Ebringen und ihre anderen Lehensgüter aus. Das Eigentumsrecht von Schloss und Meierhof traten die Hornberger 1349 an das Stift St. Gallen ab, erhielten es aber gleichzeitig als Erblehen mit umfangreichen Herrschaftsrechten in Ebringen und dem Breisgau zurück. Die Burg soll in der Länge „Hundertsechzig, in der Breite bei sechzig Werkschuhe gemessen haben, die Mauerdicke bei „sechs Schuhe“.

Von Ihrer Lage auf dem nordwestlich des Schönbergplateaus gelegenen Nebengipfel bietet sich ein weiter freier Blick in die Rheinebene und die Freiburger Bucht. Im Westen fällt der Burgberg schroff ab, im Osten zum Bergsattel hin war die Burg durch einen tiefen Graben gesichert. Ihren Namen „Sneberg, Schneberg“ später „Schneburg“ könnte auf das Kaufmanns – später Adelsgeschlecht der von Snewelin zurückzuführen sein, da verwandtschaftliche Bande mit den Hornbergern vorliegen, einen Beweis für diese Theorie gibt es aber nicht. Während der Herrschaft des Sigmund von Falkenstein tobte der Bauernkrieg.

Der markgräfler Haufen der aufständischen Bauern soll im Jahr 1525 die Schneeburg zerstört haben, die fortan wüst als Ruine liegen blieb. An ihrer Stelle baute Sigmund von Falkenstein unten im Dorf anstelle des heutigen Rathauses ein schlossartiges Anwesen.


Als die St. Galler 1621 die Herrschaft wieder übernahmen und die Probstei einrichteten, gehörte dazu auch der Meierhof auf dem Schönberg. Sie hatten aber nicht lange Freude daran, denn im Dreissigjährigen Krieg wurde er wieder zerstört und war lange Zeit unbewohnbar. Erst als 1697 zu Rißwick mit den Franzosen Frieden geschlossen wurde, kehrte im Breisgau wieder für eine kurze Zeitspanne Ruhe ein. Herrmannus Schenk war damals Statthalter in der Probstei Ebringen. Er ließ die Schinbergmatten, Äcker und Wälder wieder urbar machen und den Meierhof wieder mit einer Wohnung errichten.
1710 wurde er als Erblehen an Mathias Zimmermann aus Horben gegeben, aber schon 1713 bei der Belagerung Freiburgs von den Franzosen geplündert und verbrannt. Mathias baute den Hof wieder auf und verlor ihn erneut. Sein Sohn Jakob folgte ihm auf dem Maierhof. Im Fruchtzinsbuch der Statthalterei ist vermerkt: „Auch er verstund sein Bauernwesen, liebte es, war thätig und entrichtete der Herrschaft den bestimmten Erblehenszins von 1738 bis 1775“.

Insgesamt bewirtschaftete das Geschlecht der Zimmermann den Schönberghof 200 Jahre lang. Einer unter ihnen war besonders schlau. Er erlernte das Lesen, Schreiben, die Rechnungskunst und das Spielen auf der Geige aus Büchern für sich selbst. Besonders begeisterte ihn die Mechanik.

So konstruierte Joseph Zimmermann Uhren mit Glockenspielen, die an Feinheit der Arbeit und reinem Tonklange als wahre Meisterstücke gepriesen wurden. Eine seiner Uhren kann heute noch im Furtwanger Uhrenmuseum bewundert werden. Nur den immer wieder fälligen Lehenszins konnte er nicht entrichten. Vizestatthalter Pancratius Vorster hatte offensichtlich ein Einsehen mit dem Künstler. Er erließ ihm seine Lehenspflichten bis auf 2 Sester Erbsen jährlich, nahm ihm aber auch den gesamten Schönbergkopf und ließ den von einem anderen Lehenshof bewirtschaften.


 
Meinrad Zimmermann kaufte den Hof 1850 von der in der Zwischenzeit badisch gewordenen Gemeinde Ebringen und der ehemalige Meierhof ging damit in Privatbesitz über; 1865 eröffnete er mit seiner Frau und seiner Schwester Agatha die erste Wirtschaft.

Meinrad Zimmermann kaufte den Hof 1850 von der in der Zwischenzeit badisch gewordenen Gemeinde Ebringen und der ehemalige Meierhof ging damit in Privatbesitz über; 1865 eröffnete er mit seiner Frau und seiner Schwester Agatha die erste Wirtschaft.

Text: Benno Kuhn


GasthausSchönberghof

Wir freuen uns auf Ihren Besuch